Wechsel vom Daunenkleid ins erwachsene Gefieder!

Die Küken sind unterschiedlich gross, da nicht alle am gleichen Tag schlüpfen – die Schleiereule brütet die gelegten Eier nämlich vom ersten Tag an. Vom 8.-19. April wurden im Zwei-Tage-Rhythmus total 6 Eier gelegt. Während einer meist ruhigen Brutzeit schoss der Puls am 8. und 10. Mai während eines Kampfs mit einem Turmfalke kurz in die Höhe! Freudig konnte am 9. Mai das erste, geschlüpfte Küken gesichtet werden.

Wir werden Sie ca. alle 3-5 Tage mit Infos aus dem Nistkasten bereichern. Alle veröffentlichen Filme und mehr sind auf unserem youtube-Kanal zu finden oder das meiste auch auf dieser Website unter dem Menu „Schleiereule 2021“. Die aktuellsten und eindrücklichsten Filme folgen direkt hier unten:

16.6.2021 – Die ältesten Jungvögel beginnen bereits vom Daunenkleid ins erwachsene Federkleid zu wechseln. Das älteste Junge ist 38 Tage alt, das jüngste 27 Tage.
15.6.2021 – Nächtliche Mausübergabe. Beide Eltern jagen, die Jungvögel bleiben alleine.

Die Maus wird der Familie bei 0:02 (Uhrzeit: 1:29:14) übergeben, sofort verschwindet die erste erwachsene Schleiereule wieder und schon bald auch die andere. Bei 1:15 (Uhrzeit: 3:50) wird wieder eine Maus gebracht.  Unterdessen jagen beide erwachsenen Schleiereulen wieder in der Nacht. Die Jungvögel werden nicht mehr gehudert und sind in der Nacht alleine im Nest. Tagsüber war die Mutter noch nie weg.

11.6.2021 – Die Mutter zerkleinert für die Jungen eine Maus.
10.6.2021 – Eine junge Schleiereule verschlingt schon eine ganze Maus.
9.6.2021 – 22-32 Tage junge Schleiereulen an der Mäusemahlzeit
7.6.2021 – Geduldig in einer Reihe stehen die Kinder da. Warten Sie auf das Essen?

Brav in Reih und Glied geordnet stehen die Kinder da, bis die Mutter bei 02:08 über die Kinder „stolpert“ und die Ordnung ihrer Kinder durcheinander bringt. 🙂 Mit der Zeit werden die Kinder dann aber aufmüpfiger und aktiver (05:02). Und letztlich pickt ein Junges ab 06:17 vehementer an der Mutter herum. Warum wohl? Gibt’s zu wenig Mäuse? Oder sind das zärtliche Neckereien?

5.6.2021 – Immer das gleiche Menü für die Schleiereulenkinder: Mause!

Schleiereulen sind sehr unflexibel, was das Essen angeht: Sie essen nur Mäuse. Wenn im Winter viel Schnee liegt und die Mäusejagd schwieriger wird, kann es vorkommen, dass Schleiereulen über den Winter verhungern, weil sie nicht auf andere Nahrung ausweichen können. Vielleicht finden Sie dann in einem Stall auf einem Heuboden noch Mäuse oder irgendwo unter Bäumen, wo kein Schnee liegt. Zum Glück finden die beiden Eltern momentan in der Nacht viele Mäuse.

10.5.2021 – Turmfalke schaut zum brütenden Schleiereulen-Weibchen und als das Männchen eintritt, kommt es zum Kampf.

Der Turmfalke war über eine längere Zeit bei den Schleiereulen im Nistkasten (siehe auch Film vom 27.4. und 8.5.). Er sass im vorderen Teil des Nistkastens. Der Turmfalke könnte den Mäusevorrat plündern oder wenn beide Schleiereulen-Eltern zu einem späteren Zeitpunkt draussen sind, gefährlich für die jungen Schleiereulen werden.

19.3.2021 – Überraschung! Rostgans im Schleiereulen-Nistkasten

Am 24. November 2020 hat sich die Schleiereule zum ersten Mal im Nistkasten vor der Kamera gezeigt.
> Brutplatzsuche

Ab dem 6. Februar 2021 haben sich die beiden Schleiereulen jede Nacht mehrmals gepaart, tauschten Zärtlichkeiten aus in Form von gegenseitiger Gefiederpflege sowie dem Kraulen am Kopf- und Halsbereichs. Die Schleiereulen besuchten den Nistkasten bis zum 8. April nur in der Nacht, und zwar immer erst ab ca. 19 Uhr abends bis ca. 6 Uhr morgens.
> Gefiederpflege, Zärtlichkeiten, Balzen und Paaren

Am 19. März wird der Schleiereulen-Nistkasten von einer Rostgans besucht, die sich dann aber glücklicherweise nicht mehr zeigt.
> Rostgans besucht Nistkasten

Am 8. April verliess die Schleiereule morgens den Nistkasten nicht mehr wie jeden Tag zuvor… und tatsächlich: Um 14:01:10 konnten wir das erste Ei sehen! Seit dem 8. April wurden nun etwa im Zwei-Tage-Rhythmus total 6 Eier gelegt, am 19. April das letzte. Da die Schleiereule vom ersten gelegten Ei zu brüten beginnt, werden die Küken auch nicht gleichzeitig schlüpfen und dann schliesslich sehr unterschiedlich gross sein.
Die Schleiereule brütet die Eier 30-33 Tage lang. Während der Brut bringt das Männchen in der Nacht die Nahrung – praktisch nur Mäuse – ans Nest. Auf den Filmen ist sichtbar, wie die ganzen Mäuse verschlungen werden. Tagsüber zeigt sich das Männchen nicht und schläft gut versteckt in der Nähe des Nistkastens. Die Eier werden vom brütenden Weibchen regelmässig gedreht, damit sie gleichmässig erwärmt werden. Zwischendurch steht das Weibchen auf, streckt die Muskeln und läuft ein wenig herum, um fit zu bleiben. Und auch während der Brut «schätzeln» und paaren sich die Schleiereulen noch immer.
> Legen / Brüten der Eier

Am 27. April ist ein Turmfalke zu hören und dann auch zu sehen. Das Weibchen steht schnell von den Eiern auf und verjagt ihn. Aber auch in den nächsten Tagen sitzt der Turmfalke zeitenweise im Vorraum des Schleiereulennistkastens. Auf dem Film vom 8. Mai ist zu sehen, wie es zu einem Kampf zwischen Turmfalke und Schleiereulenmännchen kommt, als das Männchen den Nistkasten betritt.
> Kampf gegen Turmfalke

Nachdem am 9. Mai um 17:17 bereits ein Sprung im ersten Ei sichtbar wird, lüftet sich um 23:44 das grosse Geheimnis und das erste Küken schlüpft! 11 Tage später, am 20.5. schlüpfte das letzte der sechs Küken. Daher sind die Küken sehr unterschiedlich gross.
> Schlüpfen und Aufzucht der Jungen

Zur Abwechslung ein Rätsel aus unserem Waldkauz-Nistkasten: Was versteckt sich unter den Federn?

Lösung im Video! > Hier klicken

> Mehr zum Waldkauz